10. August 2026 – Achtung: Eichenprozessionsspinner am Dammühlenteich
Hallo liebe Vereinsmitglieder,
Der Eichenprozessionsspinner ist aktuell am Dammühlenteich aktiv. Die Raupen dieses Nachtfalters befallen vor allem Eichen und stellen eine ernsthafte Gesundheitsgefahr für Menschen und Tiere (insbesondere Hunde) dar.
Hier sind die wichtigsten Informationen und Verhaltensregeln, um sich zu schützen.
Was ist die Gefahr?
Die Raupen bilden ab etwa Mai bis in den Spätsommer hinein feine, für das menschliche Auge kaum sichtbare Brennhaare aus. Diese enthalten das Nesselgift Thaumetopoein. Die Haare brechen leicht ab, werden durch den Wind über weite Strecken getragen und verhaken sich in Haut und Schleimhäuten.
Wichtig: Auch alte, verlassene Gespinste (die weißen, watteartigen Nester am Baumstamm) und herabgefallene Haare am Boden bleiben über Jahre hinweg hochgradig giftig!
Mögliche Symptome bei Kontakt
Raupendermatitis: Stark juckende, rote Hautausschläge, Quaddeln oder Pusteln an unbedeckten Hautstellen.
Augenreizungen: Rötungen, Schwellungen und Bindehautentzündungen.
Atemwegsbeschwerden: Husten, Halsschmerzen, Asthmaanfälle oder Atemnot (durch das Einatmen der feinen Haare).
Allgemeinsymptome: In seltenen Fällen kann es zu Schwindel, Fieber oder einem allergischen Schock kommen.
Wichtige Verhaltensregeln
Abstand halten: Befallene Eichen weiträumig meiden. Setzen Sie sich nicht unter betroffene Bäume.
Nichts berühren: Weder die Raupen noch die Nester anfassen. Versuchen Sie niemals, die Gespinste selbst abzuflammen oder zu entfernen – dies wirbelt die Haare nur extrem auf.
Haut schützen: Tragen Sie in der Nähe von Eichenbeständen langärmelige Kleidung und lange Hosen.
Hunde anleinen: Lassen Sie Hunde nicht im Unterholz schnüffeln. Wenn Hunde an Raupen oder Nestern lecken, kann das zu lebensgefährlichen Schwellungen in Schnauze und Rachen führen.
Behörden informieren: Melden Sie entdeckte Nester im öffentlichen Raum oder an stark frequentierten Wegen dem örtlichen Grünflächen- oder Ordnungsamt.
Was tun bei einem (möglichen) Kontakt?
Nicht kratzen: Auch wenn es stark juckt, reiben oder kratzen Sie nicht. Dadurch brechen die Haare auf und dringen tiefer in die Haut ein.
Kleidung wechseln: Ziehen Sie die betroffene Kleidung vorsichtig (am besten im Freien, nicht im Schlafzimmer) aus und waschen Sie diese bei mindestens 60 °C, um das Gift zu zerstören.
Duschen: Waschen Sie Körper und Haare gründlich mit viel Wasser und Duschgel ab. Spülen Sie auch die Augen mit klarem Wasser aus.
Haare entfernen: Klebeband kann helfen, sichtbare Brennhaare von der Haut abzuziehen.
Symptome lindern: Kühlen Sie die betroffenen Hautstellen. Frei verkäufliche Antihistaminika oder leichte kortisonhaltige Salben aus der Apotheke können den Juckreiz lindern.
Arzt aufsuchen: Bei starken Beschwerden, Augenkontakt, Atemnot oder extremen allergischen Reaktionen suchen Sie umgehend einen Arzt auf oder rufen Sie den Rettungsdienst (112).
Der Vorstand